Sonderschau

OLMA-Sonderschau

Die Sonderausstellung zeigt Herausragendes aus dem Kanton, Solothurner „Leuchttürme“ von überregionalem und internationalem Ruf.

Der Kanton Solothurn stellt sich an der Sonderschau der OLMA auf über 1000 Quadratmetern äusserst facettenreich dar. Kultur, Tourismus, Landwirtschaft, Industrie und Gewerbe bilden die Schwerpunkte. Grossformatige Pa-noramabilder sind Grundlage des Ausstellungskonzepts und bebildern die einzelnen Ausstellungselemente.

Ein virtueller Rundgang
Begrüsst werden die Besucher der Sonderausstellung von rot-weiss bemalten Bratwurstkartons. Solothurner Schulkinder haben sie, auf denen sonst eine Bratwurst ohne Senf mit Brot und Serviette liegt, mit Sujets vom Bauernhof gestaltet. Eine Hommage an die Landwirtschaft, ist die OLMA doch explizit eine Messe für Landwirtschaft und Ernährung.

Gleich daneben ragen an einer roten Klangwand 16 Hörkelche hervor, in denen typische Solothurner Geräusche zu hören sind – so klingt der Kanton Solothurn: die Chesslete, der Oltner Bahnhof, das Ticken einer Swatch. Trotzdem will die Ausstellung einen ruhenden Pol innerhalb der OLMA bie-ten, auf welcher es hoch und oft auch laut zu und her geht.

Gleich gegenüber des Klangwalds faszinieren Solothurner Innovationen: der Kisag-Rahmbläser, die Stichsäge, der BMC-Radrennrahmen u.v.a.

Am grossen Kulturbügel hat die Schule für Mode und Gestalten Olten typi-sche Bekleidung an Solothurner Kulturevents aufgehängt: Das Chessler-hemmli, die Robe für die Solothurn Classics, das Ausgangstenu fürs Kofmehl – alles in Übereinstimmung mit der Klangwand im ersten Teil der Ausstellung.

Beeindruckend auch der Swatchkronleuchter oder die Tourismusskulptur, die Kirche von Mariastein, wo man gebeugt in die Wallfahrtskirche eintritt und sich dann wieder aufrichtet, das Goetheanum von Dornach oder der Flugha-fen von Grenchen.

Der erste zertifizierte Naturpark der Schweiz, der Naturpark Thal, ist ebenso vertreten wie das ZeitZentrum, das Museum Altes Zeughaus, das Musikau-tomatenmuseum von Seewen oder das Paul Gugelmann-Museum mit seinen wundersamen Maschinen.

Auf einer eigens für die Sonderausstellung gebauten Bühne wird Solothurner Kultur dargeboten: vom Jodlerchörli über die Handörgeliformation bis hin zum Quiz und verschiedenen Informationsveranstaltungen und Referaten.

Reduce to the Max
Finanziert wird diese Sonderausstellung in erster Linie durch den Lotteriefonds (rund ein Drittel der gesprochenen 1.7 Mio Franken fliessen in die Ausstellung) – allerdings in einer Public-Private-Partnership. Die Sponsoren der Sonderausstellung werden ebenfalls als „Leuchttürme“ in die Ausstellung eingebunden. Jede Firma stellt sein herausragendstes Produkt vor. Reduce to the Max ist nämlich der durchgehende Stil der Sonderschau: Es herrscht eine reduzierte, ästhetische Formensprache und eine stringente Farbgebung in den Solothurner Hoheitsfarben Rot und Weiss vor. Texte sind beschränkt auf klare und eingängige Kürzest-Botschaften.

SO-Café
Wer nun doch etwas müde geworden ist, kann sich im SO-Café mit Solothur-ner und Oltner Torte stärken und einen Jura-Kaffee dazu trinken, während sich die Kleinen um die Ecke schminken lassen. SO-natürlich Produkte wie Honig, Käse oder Wurst können auch gekauft und mit nach Hause genom-men werden. Und zum Schluss, bevor wir die Ausstellung wieder verlassen, dürfen auch die grossen Solothurner Persönlichkeiten nicht fehlen. Die Sonderschau begleiten wird eine A6-Broschüre mit weiterführenden In-formationen zu den Leuchttürmen sowie ein Buch als LiteraturPanorama, in welchem rund 50 Autoren über den Kanton Solothurn schreiben und eben-falls Panoramabilder gezeigt werden. Die Vernissage fand an der Solothurner Herbstmesse HESO am 21. September statt.